Flucht und Trauma

Basiswissen für die Geflüchtetenunterstützung

05.02.2026

Anmeldeschluss: 11.12.2025

In diesem Seminar lernen die Teilnehmer*innen anhand von verschiedenen Fluchtgeschichten Hintergrundwissen zu verschiedenen, potentiell traumatisierenden Erlebnissen von Geflüchteten und ihren möglichen psychologischen Folgen. Sie werden in ihrer Handlungssicherheit im Umgang mit traumatisierten Geflüchteten gestärkt und wissen um die diesbezüglichen Unterstützungsmöglichkeiten (ohne jedoch selbst therapeutisch tätig zu werden). Sie kennen die relevanten Beratungsstellen zur Weitervermittlung und die notwendigen Schritte, um eine Psychotherapie in die Wege zu leiten.

Die Arbeit mit Geflüchteten ist eine besondere Herausforderung: Die Gesetzeslage ändert sich fortlaufend, der Bedarf ist hoch und man hat es häufig mit schweren menschlichen Schicksalen zu tun. Es bestehen oft Unsicherheiten von Seiten der Fachkräfte in Bezug auf die psychische Belastbarkeit und Gesundheit der Geflüchteten aufgrund von traumatischen Erfahrungen mit Gewalt und Menschenrechtsverletzungen. Hinzu kommt, dass der Weg der Geflüchteten in psychotherapeutische Behandlung oft unklar ist.

Auf Basis der fachlichen Grundlagen zu traumareaktiven Störungen und der Abgrenzung zu anderen psychischen Belastungen üben die Teilnehmer*innen in Kleingruppen erste Einschätzungen zu Art und Behandlungsnotwendigkeit anhand von Fallbeispielen. Im Austausch mit den anderen Teilnehmer*innen entwickeln sie zudem konkrete Handlungsmöglichkeiten für ihr spezifisches Arbeitsumfeld. Abschließend betrachten und diskutieren sie kritisch die Hürden auf dem Weg zu einer psychotherapeutischen Behandlung, die potentiell zusätzlich belastenden Lebensumstände von Geflüchteten und das pathologisierende Traumakonzept.

Inhalte

  • Reflektion der Vielfalt traumatischer Fluchtbiografien und ihrer psychischen Folgen
  • Sequentielle Traumatisierung und Postmigrationsstressoren
  • Traumareaktive Störungen, insbesondere PTBS
  • Handlungsfelder der Unterstützung traumatisierter Geflüchteter
  • Hürden und Wege in Psychotherapie

Fragen zum Kurs? Sprechen Sie uns an:

  • Nico Wichert

    Nico Wichert

    Sachbearbeiter

    0202 28 22 249

    seminare@paritaet-nrw.org

  • Jan Mathis Bergmann

    Jan Mathis Bergmann

    Bildungsreferent

    0202 28 22 520

    jan-mathis.bergmann@paritaet-nrw.org

Barrierefreiheit

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Zertifikat

Fachkraft für Traumapädagogik und Gewaltprävention

Ergänzend zu den Einführungsseminaren zu den Grundlagen der Traumapädagogik und den Grundlagen zur Gewaltprävention können Sie Ihre Kompetenzen in verschiedenen Seminaren mit traumapädagogischen und gewaltpräventiven Schwerpunkten arbeitsfeld- und zielgruppenspezifisch vertiefen. Sobald Sie Angebote im Umfang von insgesamt 100 Unterrichtseinheiten absolviert haben, erhalten Sie das Zertifikat „Fachkraft für Traumapädagogik und Gewaltprävention“ der Paritätischen Akademie NRW. Die Seminare sind einzeln buchbar und müssen nicht in chronologischer Reihenfolge besucht werden.

Kursnummer: 2600084

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